Suechtig! Wie schwach bist du wirklich?
Na du Memme; heute wieder zu viel geraucht? Doch ein paar Glaeser getrunken, wo du doch eigentlich Fahrer machen wolltest? Wieder den ganzen Tag nur an Sex gedacht? Aber du kannst ja nichts dafuer. Da kann man halt nichts machen wenn die Sucht sich meldet. Oder doch? Natuerlich kann man. Also pass Obacht auf die folgenden drei Prinzipien, die dir armen Opfer helfen, auf dein Leben klar zu kommen.
Um dein Ego voellig zu brechen und dich auf den Wiederaufbau einzustimmen, lausche bitte meinem alten Freund Gisbert zu Knyphausen.
Sei stark
Das erste, das du nun tun wirst, ist, deine Probleme anders zu formulieren. Du bist nicht suechtig nach irgendetwas oder abhaengig, sondern du tust es hauefig. Du musst nicht etwas tun, du brauchst es nicht, sondern du tust es. Muessen, Brauchen, Sucht, Abhaengigkeit; Alles Worte, die nur dafuer da sind, deine Schwaeche zu kaschieren. Wesentlich ist, in diesem ersten Schritt, die volle Verantwortung fuer deine Taten zu uebernehmen. Nicht die Sucht tut etwas, sondern du! Du bist der Ausfuehrende. Du bist immer die letzte Instanz. Die haeltst die Karten in der Hand, die Zigarette und das Glas. Damit ist die Sucht rein formal schon besiegt. Aber das sind nur Worte, dein Verhalten zu aendern braucht schon etwas mehr.
Sei bewusst
Beobachte dich. Sieh dir dabei zu, was du machst, wie du es machst und suche nach Gruenden dafuer. Sind die meisten Menschen auch Idioten, kann es doch nicht schaden sich hin und wieder mit dem Rest der Welt abzugleichen, um nicht voellig abzuheben. Wieso hast du gestern abend doch getrunken? Weil alle deine Freunde einen gehoben haben und du nicht ausgekommen bist oder weil du es sonst alleine in der Ecke nicht ertragen haettest? Oder faellt dir nichts ein? Denk darueber nach. Wenn du ‘niedere Beweggruende’ spuerst, bestraf dich ruhig mal ein bisschen. Quaele dich und deinen Koerper indem du nicht tust, was er sagt. Arbeite mit Peitsche und Zuckerbrot. Man gewoehnt sich an alles. Sogar Entzug kann suechtig machen.
Akzeptiere
Akzeptieren ist Key. Akzeptiere, dass es dir schwer faellt, diese Denkweise anzunehmen. Akzeptiere, dass du viel Zeit dafuer brauchst. Akzeptiere, dass dein Koerper sich wehrt. Er ist eben deine alte Denkweise gewohnt und muss graduell umgestimmt werden. Mal befriedigst du seine Gelueste, mal nicht. Irgendwann habt ihr euch dann daran gewoehnt, dass Genussmomente kommen und gehen. Dass man sie nicht zwingen muss. Diese Sichtweise aehnelt im Kern stark der Ueberflussmentalitaet, geht sogar in Richtung Erleuchtung. Ein grosses Stueck Weisheit, das es nun umzusetzen gilt.
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