Flattr! Be Part of the New Grassroots Information Economy!

Geschrieben von stefan am 18. August 2010

… and support sagesex.com in a new and easy way! Die Nerds unter Euch wissen es schon: Die schwedischen Helden von Piratebay haben einen neuen Geniestreich gelandet: Flattr! Es ist wie Digg mit Geld: Jetzt kannst Du nicht nur anderen sagen, was Du im Web cool findest, sondern auch Deine Lieblingsprojekte genial einfach, sicher und an Deine persönlichen Finanz- und Großzügigkeitsbudgets angepaßt belohnen und unterstützen (eben flattrn!): brilliante Open Source Software, freie Texte, Musik, Bilder, Videos und natürlich meisterhafte Mischmedienkulturbeiträge wie sagesex!

Es ist ganz einfach: Du gehst auf Flattr, meldest Dich an, zahlst per Paypal oder Kreditkarte einen beliebigen Betrag ein, und stellst ein, wieviel Du davon pro Monat für das Gute in der Welt spenden willst. Ab da kannst Du einfach überall im Web (oder direkt auf Flattr) auf diese niedlichen kleinen Buttons drücken, die Du jetzt auch unter all unseren Beiträgen sehen kannst, und Dein monatlicher Beitrag wird gerecht aufgeteilt zwischen allen Projekten, die Du diesen Monat geflattrt hast. Außerdem hast Du von diesem Moment an auch die Möglichkeit, Deine eigenen Beiträge zur Weltinformationskultur von der Welt belohnen zu lassen. Und wie bei Digg kannst Du an der Anzahl der flattrs stets die Popularität eines Projekts erkennen.

Du merkst schon, ich finde diese Idee mehr als brilliant und natürlich habe ich selbst schon angefangen, meine Lieblinge zu flattrn (Übrigens, ein wordpress-plugin, das meine favorite things anzeigt, wäre toll). Flattr ist eine konkrete und gut ausgearbeitete Utopie, die sogar die oft geforderte “Kulturflatrate” überflüssig machen könnte. Es gibt noch ein paar kleine Konzessionen an die graue Realität, wie die 10%, die Flattr kassiert (aber sie versprechen wohl, das weniger werden zu lassen – und ich unterstütze die Piraten ja auch gerne bei ihren Prozessen), die idiotischen Gebühren, die Paypal bzw. Moneybookers verlangen, oder den Mindestbeitrag von 2€/Monat (für mich ist das OK, aber es könnte vielleicht ein paar Inder davon abhalten, an dieser neuen Weltökonomie teilzunehmen). Dennoch hoffe und glaube ich, daß Flattr äußerst erfolgreich wird, daß es die Grenzen zwischen Produzenten und Konsumenten noch fließender macht und mithilft, freien Menschen freie Kultur zu bringen, ohne daß die Produzenten hungern müssen. In diesem Sinne freuen wir uns natürlich außerordentlich, wenn Ihr uns flattrt.

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18Aug

Mr. Money goes to Town – The Grand Finale of the Money Series

Geschrieben von julian am 3. August 2010

Mr. Money goes to Town from sagesex on Vimeo.

sagesex.com presents: Part 6 of the Money Series. In which we finally take to Town (Hanoi, Vietnam) our famous money business cards and the beautiful money suit we acquired in the earlier parts of the series.

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3Aug

Money Series Teil 5: Der Geldanzug

Geschrieben von stefan am 23. Mai 2010

Jeder kann sich etwas unter einem Money Suit vorstellen. Wir haben ihn uns maßschneidern lassen. Hier ist die Anleitung zum Selbermachen: How to get your own Money Suit Step by Step!

Step 1: All you need is money!

Natürlich braucht man erstmal jede Menge Geld. Wie man das besorgt, haben wir schon in Teil 2 behandelt. Als Richtlinie: Für einen Meter “Stoff” braucht man etwa 200 500-Dong-Scheine, für ein Hemd und eine Hose etwa 800.

Step 2: Stamp it, baby!

Geld allein macht nicht nur nicht glücklich, es sieht auch etwas langweilig aus und weist ein klares Defizit an hypnotischen Befehlen zur KUNSTisierung der Welt auf. Daher: Stempeln!

Step 3: What you want is what you get!

Jetzt gilt es zu klären, wie das gute Stück eigentlich genau aussehen soll. Da wir zum Beispiel auf absehbare Zeit eher unter zu viel Hitze als zu viel Kälte leiden werden, kommt ein klassischer Anzug mit Jacke für uns nicht in Frage. Wo sollen wir den tragen? Also ein Hemd und eine Hose, und zwar leicht und casual, denn wir wollen unsere Geldsachen ja möglichst oft tragen. Man kann in diesem Schritt auch schon mal über die Realisierbarkeit und Vor- und Nachteile bestimmter Techniken nachdenken (ganz aus Geld, oder lieber auf Stoff genäht …), aber wir haben festgestellt, daß man das am besten zusammen mit dem Schneider seines Vertrauens macht. Deshalb:

Step 4: Find the right tailor and have it made!

Das ist tatsächlich der schwerste Teil. Es kostete uns einen ganzen Nachmittag, den richtigen Schneider zu suchen, und das in Hoi An, einer Stadt in Vietnam, die für ihre mehr als 300 Maßschneider bekannt ist. Hier ein paar praktische Tips: Zunächst mal ist eine Stadt wie Hoi An perfekt für diese Unternehmung. Hong Kong könnte wohl auch funktionieren. Wichtig sind wirklich viele und, wenn Geld eine Rolle spielt, auch billige Maßschneider.

Rede nie mit den Verkäufern. Die werden nur Deine Zeit verschwenden, indem sie erstmal zu allem Ja und Amen sagen, und nach einer halben Stunde Warten kommt dann der Schneider und sagt entweder, es ist unmöglich, oder er hat Angst vor der Regierung, oder beides. Also sofort bei Betreten des Ladens den echten Schneider verlangen und sonst sofort wieder gehen.

Suche Dir einen abenteuerlustigen und mutigen, daher vermutlich jungen Schneider/in, die von dem Projekt von selbst begeistert ist und nicht nur von dem Geld. Betone immer wieder, wie sehr Du Vietnam, Geld und Onkel Ho liebst. Gib nicht auf, unter 300 Schneidern wird sich einer finden, der wagemutig genug ist. Verhandele um die Kosten, aber sei relativ großzügig, es ist schließlich sehr viel Arbeit und ein besonderer Auftrag. Respektiere den Wunsch Deines Schneiders, eventuell anonym zu bleiben. Besprich alle Details sehr genau: Die Machart, die Technik, die Farbe, das Muster, potentielle Probleme … und dann laß Deinen Schneider seine Arbeit machen.

Sewing a suit out of money

Step 6: Enjoy Your Money Suit!

Hier sind Julians erste Momente mit dem neuen Anzug. Bewundere den Stil! Sieh Dir das Glitzern in seinen Augen an! Und warte bis Du siehst, welches Glück man mit einem Geldanzug in die Welt bringen kann, in der nächsten Folge der Money Series.

Best Practices and Lessons Learnt

Nach eingehender Beratung mit unseren Schneidern entschieden wir uns gegen einen Anzug aus reinem Geld (Das ist vielleicht mit größeren Scheinen ab 20.000 Dong möglich, die sind nämlich aus dauerhaftem Plastik. Aber ob sich das gut anfühlt?), und für das Aufnähen auf einen Grundstoff, in diesem Fall Baumwolle. Wie vorhergesagt ist das Endprodukt tatsächlich sehr empfindlich gegen Knittern und die Nähte gehen leicht auf. Also vorsichtig tragen! Wie sich der Anzug wäscht, bleibt abzuwarten. Vielleicht ist eine chemische Reinigung eine gute Idee.

Julian ist der Meinung, daß das nachträgliche Aufbringen der Scheine auf die fertige Kleidung keine besonders gute Idee unseres Schneiders war. Er würde die Scheine auf dem Rohstoff anordnen, mit brutalen durchgehenden Nähten fixieren und dann nach dem Zuschnitt nochmal abnähen. Hier ist noch Platz für Experimente. Wir denken auch gerade darüber nach, unsere einzigartige Expertise einzusetzen, um Geldanzüge für gut zahlende Kunden in Spezialanfertigung herstellen zu lassen und eine eigene Marke zu begründen. Wir werden Euch auf dem laufenen halten.

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23Mai

Sagesex proudly presents: The First Sagesex Reader Awards

Geschrieben von stefan am 14. Mai 2010

Wie immer stimmen wir völlig mit unseren Lesern überein. Sagt ihr, wir sollen Geld in die Massen schmeißen, ist das schon passiert bevor ihr es gefordert habt. Ihr sagt, wir sollen fleißige Leser belohnen und hier sind sie nun, die bestimmt bald schon lange erwarteten ersten Sagesex Reader Awards in 5 Kategorien. Endlich zahlt sich eure Ausdauer aus. Den Rest dieses Eintrags anzeigen.

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14Mai

Money Series Teil Zwei: Eine Million in kleinen Scheinen – wie man sie bekommt und was man damit macht

Geschrieben von admin am 6. Mai 2010

Seit Kambodscha haben wir diesen Traum: Eine Tasche voller Geld. Eine Million in kleinen Scheinen. In der Money Series zeigen wir Euch, wie wir diesen Traum wahrgemacht haben, und was man alles mit viel Geld machen kann. Schon mal darüber nachgedacht?

One million dong on our hotel bed

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6Mai

Über Überfluß

Geschrieben von stefan am 4. Mai 2010

Gerade haben wir Denise wiedergetroffen. Denise ist Irin. Wir hatten sie in HCMCs lustiger Expatszene kennengelernt. Als wir heute in Mui Ne in einen x-beliebigen unter den tausenden Bussen einstiegen, die jeden Tag nach Norden fahren, war sie plötzlich wieder da. Gestern hatte Julian zwei andere Expats in Mui Ne wiedergetroffen, mit denen er ein paar Tage vorher noch in HCMC gesoffen hatte. Vorgestern aber passierte das größte Wunder: Als wir uns des heldenhaften 35. Jahrestags der Befreiung von Saigon wegen einmal um 9 aus dem Bett quälten, sang ich den herrlichen Schlager Wunder gibt es immer wieder. In der Tat: Als ich die Treppe zum Wohnzimmer unserer Herbergsoma herunterging, saßen da plötzlich Caroline und Anne-Laure, die zwei Französinnen, die wir einst in Rattanakiri, Kambodscha, dem offiziellen Ende der Welt, kennengelernt hatten. Unter den tausenden Herbergen in dieser Stadt hatten sie tatsächlich das einzige andere Zimmer neben unserem bei der Oma gemietet. Sie wohnten schon Tage da. Nur unser grundverschiedener Schlafrhythmus hatte uns voneinander ferngehalten.

Was wollen uns diese ganzen Wunder sagen? Abgesehen von der Erkenntnis, daß der Travellertrail in Vietnam wohl so schmal wie das Land selbst ist, sagt es mir eine Menge über den Überfluß im Universum: Die Welt ist ein gutartiger Ort für den, der im Überfluß lebt. Den Rest dieses Eintrags anzeigen.

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4Mai

Armut, Mittelschicht und Zufriedenheit

Geschrieben von julian am 11. April 2010

Kurzfassung

Kambodschaner sind arm. Kambodschaner wohnen in Hütten. Kambodschaner fahren Motoroller.

Europäer sind reich. Europäer wohnen in Häusern oder Wohnungen. Europäer fahren Mercedes oder Opel.

Kambodschanische ArbeiterInnen verdienen $20-50 im Monat. Das reicht mit Nebeneinkünften für ein kambodschanisch mittelständiges Leben.

Europäische Arbeiter verdienen 20 mal so viel. In Europa gehört man damit meist zur Unterschicht.

Arm ist in Kambodscha, wer nicht arbeiten kann. Reich ist, wer englisch kann. Beides gibt es kaum.

Arm ist in Europa, wer schlecht bezahlt wird. Reich ist in Europa, wer es will. Beides gibt es oft.

Alle sagen: die Mittelschicht ist wichtig; die Mittelschicht macht glücklich.

Wo gibt es wohl die breitere Mittelschicht? Wo weniger Neid? Wo mehr Zufriedenheit?

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11Apr