Sagesex enthüllt – Totaler Abzock-Terror: Die schmutzige Wahrheit über Thailands offizielle nationale Reiseagentur T.A.T.

Geschrieben von admin am 13. März 2010

Was ist eigentlich dieses T.A.T.? Und wieso schicken einen in Bangkok ständig wildfremde Thais dorthin, die man nicht danach gefragt hat? Sagesex klärt auf.

Unser erster Besuch in einem T.A.T. war rein obligatorisch und ergab wenig mehr, als dass die Abkürzung für Tourism Authority of Thailand steht und unser Berater offensichtlich kein großer Fan von Bangkok war. Er riet uns stark davon ab, länger als drei Tage in der Stadt zu bleiben und schlug vor, möglichst bald Ko Samui oder Ko Phangan, Thailands Top-Touristen-Sandstrandinseln aufzusuchen. Er könne uns auch bei den Zug- und  Fährtickets behilflich sein. Wer kurz im Lonely Planet nachschlägt bekommt den Eindruck, T.A.T.’s seien die einzigen Reiseagenturen an die man sich wenden sollte, da sie von der Regierung lizensiert sind. Alle anderen seien Bauernfänger.

Wenige Tage später beschließen wir wirklich, uns Richtung Süden aufzumachen und unser Weg führt uns natürlich ins nächste T.A.T.. Wir werden von einer großen, grazilen Thaidame hereingebeten. Sie wirkt seriös in ihrem grau-schwarzen Kostüm. Wir erklären ihr, wir planen eine Reise nach Ko Phangan, würden aber gerne auf halbem Wege einen Tag Pause machen, um die fünfzehnstündige Fahrt in erträglichen Etappen zu halten und noch etwas vom Land zu sehen. Hierfür geben wir eine Kleinstadt auf der Mitte der Strecke an. Zuerst versteht sie zwar nicht so recht, was wir in dieser Stadt wollen – da gäbe es für Touristen doch gar nichts zu sehen und englisch spräche auch niemand – doch schließlich willigt sie ein und tätigt einige Telefonate.

Ein Fahrplan für morgen ist bald angefertigt. Den Bahnhof erreiche man am besten per Taxi, der sei nämlich weit weit weg. Als wir ihr sagen, wir würden es bevorzugen mit dem Bus dorthin zu fahren, wird sie nervös. Die Busfahrer sprechen doch gar nicht unsere Sprache! Das ist auf jeden Fall zu schwierig, wir würden es niemals schaffen. Wir bleiben hartnäckig, zeigen ihr im Lonely Planet welche Buslinien dorthin fahren (Sie fährt nie mit dem Bus) und sie weiß sogar, wo eine davon ungefähr abfahren könnte. Sie macht sich zwar immer noch Sorgen, aber das wäre geschafft.

Jetzt geht’s ums Geschäft. Bevor sie uns den Preis für die Fahrt verraten will, warnt sie uns vor: “Don´t scream, don´t shout, don´t say it´s expensive!” Sie tippt etwas in ihren Taschenrechner und präsentiert uns kurz darauf die stolze Zahl von 7700 Baht (ca 160€). Ok, ich hatte damit gerechnet, dass es ins Dreistellige gehen würde, aber das scheint uns beiden jetzt doch etwas hoch gegriffen. Wir bestehen immer wieder darauf, dass es einen günstigeren Weg geben muss. Freundlich lächelnd, wie immer,  erklärt sie uns, sie könne auf keinen Fall mit dem Preis runtergehen. Völlig ausgeschlossen. Denn von dieser Summe (Diesmal zeigt sie 7400 auf dem Taschenrechner), blieben ihr ja nur…sie überlegt, tippt etwas in ihren Rechner und dreht ihn zu uns. Uns leuchtet eine runde 5000 entgegen.

Schweigen. Wir tauschen fragende Blicke aus. Könnte sie 5 meinen? Oder 50? Oder 500? “Five THOUSAND?” fragt Stefan ungläubig. Sie nickt bestätigend. Plötzlich bricht die Stille. Wir brechen gleichzeitig in schallendes Gelächter aus. Während wir schon vor lachen weinen, versucht sie noch zu erklären, in Europa könne man sich davon doch nichts kaufen. Wir bringen schon kaum mehr heraus, dass sie ja auch nicht in Europa lebt, da meint sie, sie müsse doch auch noch Steuern zahlen. Jetzt fallen wir fast von den Stühlen. Sie will uns gerade wirklich weismachen es sei für ein Reisebüro völlig legitim und selbstverständlich, 200% Kommission zu verlangen (Wie wir später feststellen mußten, ist diese Zahl eine recht verbreitete Faustregel in Thailands Reisebüro-Szene)! Immer noch herzhaft lachend bedanken wir uns für das Gespräch und verlassen den Raum unter fragenden Blicken der Mitarbeiter des T.A.T..

Am nächsten Morgen stehen wir an der Haltestelle und warten auf den Bus. Einen Bauernfänger, der uns – vermutlich für eine üppige Kommission, wie wir jetzt wissen – ins T.A.T. begleiten will, schicken wir grinsend weg. Für die ganze Reise haben wir schließlich zusammen nicht mehr als 1500 Baht bezahlt.

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13Mrz

2 Antworten zu “Sagesex enthüllt – Totaler Abzock-Terror: Die schmutzige Wahrheit über Thailands offizielle nationale Reiseagentur T.A.T.”

  1. Joe sagt:

    schön gemacht, solch einer Dreistigkeit sollte ebenso mit dieser begegnet werden. Auslachen und einfach gehn :)

  2. flabons sagt:

    Das ist ja mal ein riesenskandal. Dann werd ich künftig eine großen bogen um die tats machen.
    dankeschön!

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