Money Series Teil 5: Der Geldanzug
Jeder kann sich etwas unter einem Money Suit vorstellen. Wir haben ihn uns maßschneidern lassen. Hier ist die Anleitung zum Selbermachen: How to get your own Money Suit Step by Step!
Step 1: All you need is money!
Natürlich braucht man erstmal jede Menge Geld. Wie man das besorgt, haben wir schon in Teil 2 behandelt. Als Richtlinie: Für einen Meter “Stoff” braucht man etwa 200 500-Dong-Scheine, für ein Hemd und eine Hose etwa 800.
Step 2: Stamp it, baby!
Geld allein macht nicht nur nicht glücklich, es sieht auch etwas langweilig aus und weist ein klares Defizit an hypnotischen Befehlen zur KUNSTisierung der Welt auf. Daher: Stempeln!
Step 3: What you want is what you get!
Jetzt gilt es zu klären, wie das gute Stück eigentlich genau aussehen soll. Da wir zum Beispiel auf absehbare Zeit eher unter zu viel Hitze als zu viel Kälte leiden werden, kommt ein klassischer Anzug mit Jacke für uns nicht in Frage. Wo sollen wir den tragen? Also ein Hemd und eine Hose, und zwar leicht und casual, denn wir wollen unsere Geldsachen ja möglichst oft tragen. Man kann in diesem Schritt auch schon mal über die Realisierbarkeit und Vor- und Nachteile bestimmter Techniken nachdenken (ganz aus Geld, oder lieber auf Stoff genäht …), aber wir haben festgestellt, daß man das am besten zusammen mit dem Schneider seines Vertrauens macht. Deshalb:
Step 4: Find the right tailor and have it made!
Das ist tatsächlich der schwerste Teil. Es kostete uns einen ganzen Nachmittag, den richtigen Schneider zu suchen, und das in Hoi An, einer Stadt in Vietnam, die für ihre mehr als 300 Maßschneider bekannt ist. Hier ein paar praktische Tips: Zunächst mal ist eine Stadt wie Hoi An perfekt für diese Unternehmung. Hong Kong könnte wohl auch funktionieren. Wichtig sind wirklich viele und, wenn Geld eine Rolle spielt, auch billige Maßschneider.
Rede nie mit den Verkäufern. Die werden nur Deine Zeit verschwenden, indem sie erstmal zu allem Ja und Amen sagen, und nach einer halben Stunde Warten kommt dann der Schneider und sagt entweder, es ist unmöglich, oder er hat Angst vor der Regierung, oder beides. Also sofort bei Betreten des Ladens den echten Schneider verlangen und sonst sofort wieder gehen.
Suche Dir einen abenteuerlustigen und mutigen, daher vermutlich jungen Schneider/in, die von dem Projekt von selbst begeistert ist und nicht nur von dem Geld. Betone immer wieder, wie sehr Du Vietnam, Geld und Onkel Ho liebst. Gib nicht auf, unter 300 Schneidern wird sich einer finden, der wagemutig genug ist. Verhandele um die Kosten, aber sei relativ großzügig, es ist schließlich sehr viel Arbeit und ein besonderer Auftrag. Respektiere den Wunsch Deines Schneiders, eventuell anonym zu bleiben. Besprich alle Details sehr genau: Die Machart, die Technik, die Farbe, das Muster, potentielle Probleme … und dann laß Deinen Schneider seine Arbeit machen.
Step 6: Enjoy Your Money Suit!
Hier sind Julians erste Momente mit dem neuen Anzug. Bewundere den Stil! Sieh Dir das Glitzern in seinen Augen an! Und warte bis Du siehst, welches Glück man mit einem Geldanzug in die Welt bringen kann, in der nächsten Folge der Money Series.
Best Practices and Lessons Learnt
Nach eingehender Beratung mit unseren Schneidern entschieden wir uns gegen einen Anzug aus reinem Geld (Das ist vielleicht mit größeren Scheinen ab 20.000 Dong möglich, die sind nämlich aus dauerhaftem Plastik. Aber ob sich das gut anfühlt?), und für das Aufnähen auf einen Grundstoff, in diesem Fall Baumwolle. Wie vorhergesagt ist das Endprodukt tatsächlich sehr empfindlich gegen Knittern und die Nähte gehen leicht auf. Also vorsichtig tragen! Wie sich der Anzug wäscht, bleibt abzuwarten. Vielleicht ist eine chemische Reinigung eine gute Idee.
Julian ist der Meinung, daß das nachträgliche Aufbringen der Scheine auf die fertige Kleidung keine besonders gute Idee unseres Schneiders war. Er würde die Scheine auf dem Rohstoff anordnen, mit brutalen durchgehenden Nähten fixieren und dann nach dem Zuschnitt nochmal abnähen. Hier ist noch Platz für Experimente. Wir denken auch gerade darüber nach, unsere einzigartige Expertise einzusetzen, um Geldanzüge für gut zahlende Kunden in Spezialanfertigung herstellen zu lassen und eine eigene Marke zu begründen. Wir werden Euch auf dem laufenen halten.
Popularity: 16% [?]



english
deutsch
Unglaublich! Dieser Anzug zählt wirklich zu den schönsten Dingen der Welt. Meine größten Glückwünsche und tiefste Bewunderung für diese grandiose Errungenschaft!
Wenn Ihr Euch jetzt noch vergolden lassen könntet…
Was kostet eigentlich mehr: Der “Stoff” oder der Schneider?
Welch grandiose Idee
großes Lob an das dafür verantwortliche Brain!
Der Schneider! Geld ca. 400.000 Dong, Anzug ca. 900.000 Dong inklusive Nichtgeldstoff.
oh oh juli – dein arsch kommt super zur geltung!