Die beste Methode, den besten Tempel der Welt zu besichtigen
Einige Tage verbringen wir jetzt schon in Siem Reap, Kambodscha. Herzstück der Stadt ist eine Straße mit dem anheimelnden Namen Pub Street. Der Name ist Programm: Haufenweise kambodschanische und westliche Restaurants und Pubs werben mit Angeboten und Happy Hours um die schwindende Touristenmasse. Der Tsunami in Südostasien vor ein paar Jahren und die Wirtschaftskrise haben der Reiseindustrie in Kambodscha scheinbar schwer zugesetzt. TukTuk-Fahrer langweilen sich tagelang und Restaurantbesitzer beklagen leere Tische. Auf den Märkten gibt es Luft zum atmen, man kann den Weg selbst wählen anstatt nur durchgeschoben zu werden: Lächerliche 1.195.259 Touristen besuchten Siem Reap während der ersten Hälfte des Jahres 2009. Zum Glück kommt jetzt Sagesex mit dem Siem Reap-Reisetipp schlechthin, der dir helfen wird, Zeit, Nerven und Geld zu sparen, um damit die lokalen Barkeeper vor dem Hungertod zu bewahren.
Aber eines nach dem anderen: Warum verschlägt es überhaupt 2,5 Millionen Touristen pro Jahr ins kambodschanische Hinterland? Liegt es an den günstigen Bars? Den freundlichen Prostituierten? Wahrscheinlich macht es wohl doch eher die Nähe zu Angkor Wat, dem achten Weltwunder und größten Supertempel der Welt. Das Archipel der Angkortempel umfasst dutzende Ruinen aus der Blütezeit des Khmerreiches, eine besser erhalten und gigantischer als die nächste. Diese versunkene Stadt im Dschungel soll etwa im 13. Jahrhundert eine der größten Städte der Welt mit einer Million Einwohnern gewesen sein. Das Gebiet ist so groß, dass die meisten Touristen mehrere Tage dort verbringen und sich entweder den ganzen Tag ein Taxi oder Fahrräder mieten, um in die entlegensten Winkel vorzudringen und auch die letzten Heiligkeiten zu entdecken.
Die klassischen Methoden die Tempel zu besichtigen haben aber durchaus ihre Nachteile. Hier gilt es zum Beispiel den finanziellen Aspekt zu beachten: Während Fahrräder schon für einen Dollar am Tag zu haben sind, muss man für das Taxi schon 15$ oder mehr einkalkulieren. Dazu kommt der in meinen Augen unverschämte Eintrittspreis von 20$ für ein Tagesticket für Touristen (OK, Einheimische umsonst). Das entspricht hier etwa einem Tag Lebenserhaltung in üppigem Touristil. Tagsüber hat es hier immer über 30°C, was für die meisten Touristen, besonders die Fahrradfraktion bedeutet: Mit oder vor der Sonne aufstehen und losbesichtigen, über Mittag schwitzen und abends früh ins Bett fallen um die Prozedur am nächsten Tag wieder von vorne zu beginnen. Das alles nur, damit sich die ausgebeuteten, müden und verschwitzten Reisenden dann den Anblick des besten Tempels der Welt mit 1195259 anderen ihrer Art teilen dürfen.
Sagesex ist nun ja nicht bekannt für seine Liebe zu horrenden Eintrittsgeldern, frühem Aufstehen oder Massentourismus. Wie du dir vielleicht schon gedacht hast, haben wir also in Zusammenarbeit mit Experten die so einfache wie geniale Sagesex-Methode für Supertempelbesichtigungen entwickelt. Dabei gilt es folgende Regeln zu beachten:Now sagesex is not known for its love for horrendous ticket prices, getting up early, or mass tourism. As you might have suspected, in collaboration with experts we thus have developed the simple yet ingenious Sagesex Method for Visiting Super Temples. Just follow these three rules:
Eins nach dem anderen!
If you visit just one or two temples a day, you save a lot of running around. Power and motivation won’t be depleted already when you start with the third ruin. Admitted, this way you need multiple days to see everything. However, when traveling (at least in the long term), time is usually available while going easy on your nerves is most advisable. Simply select the temples of your choice from a guidebook and deal with them one at a time.
Fahre motorisiert!
Das spart Schweiß und Zeit. Ein Trip zu einem Tempel und zurück kostet per TukTuk 5$, per Motorradtaxi sogar noch weniger. Such dir ein paar Leute und miete dir ein TukTuk, zu viert ist der Preisunterschied zu Fahrradfahren nicht mehr erwähnenswert. Fahrräder lohnen sich nur für ausgedehnte Trips über den ganzen Tag zu vielen Tempeln. Dass wir das nicht wollen, haben wir ja schon im letzten Absatz festgestellt.
Only after dark!
Das ist der eigentliche Geheimtrick bei der Sagesex-Methode. Die Kassen schließen um 17:30, dunkel wird es gegen 19:00. Man wird durchgewinkt ohne Eintritt zu bezahlen. Manchmal trifft man in den Tempeln zwar auf einen Wachposten, der einem weismachen will, die Tempel schließen um 17:30 oder 18:00, die kann man aber einfach freundlich ignorieren oder noch freundlicher mit ein paar Dollar bestechen. Die Tempel sind riesig. Wird man also zur einen Seite rausgeworfen, geht man einfach zur anderen wieder rein. Außer einem Rausschmeißer für jeweils fünf Tempel ist während dieser Zeit niemand mehr in den Ruinen unterwegs. Der größte Tempel der Welt in erhabener Stille bei Sonnenuntergang. Klingt schön? Ist es auch! Probier auch du die garantiert abzock-, schweiß- und tumultfreie Sagesex-Supertempel-Methode bei deiner nächsten Angkorbesichtigung oder vergleichbarem!
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Hi Stefan and Julian,
I met you guys at the Garden Village hostel in Siem Reap and finally got around to looking at your blog. It’s good- entertaining and you have some great random, funny photos. The only thing I can’t figure out is why there seems to be so little sex in a blog called sagesex. I’d work on that if I were you- go get laid.
[...] friends of decay, Pnohm Krohm can only be recommended to perverted mildew fetishists. We’re glad we haven’t paid for this one. Unfortunately, we didn’t get to taste Bayon, the central tempel that to me seems [...]
[...] the way, this is also one reason why sometimes people accuse us of writing too little on sex, it being in our name after all: I have come to believe that there is truth to the old saying: [...]