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Das große Sagesex-Reiseresümee: Kambodscha Teil 2

Geschrieben von stefan am 22. April 2010

Essen

Eigentlich sollte Kambodscha ein Gourmetparadies sein: Es liegt zwischen Vietnam und Thailand, zwei Vertretern international bekannter Superküchen. Unser Kochkurs bei Smokin’ Pot in Battambang ließ auch einiges erwarten. Wunderbare Curries, nicht so scharf wie in Thailand und nicht so subtil wie in Vietnam, aber sehr rund und köstlich. Die nationale Spezialität “Vulkan/Feuerberg”, bei der man auf einer Art umgedrehtem Nudelsieb über offener Gasflamme in Erdnußsauße marinierte Carpacciostücke brät, hat uns auch wahrlich bezaubert.

Dann gibt es da natürlich noch allerlei Widerlichkeiten, die für Kambodschaner ganz normal sind, etwa ungeschlüpfte Kükenembryos direkt aus dem Ei gelöffelt, jede Menge Kriechzeug, und Innereien aller Art. Die Embryos waren uns noch zu hart (es hat uns niemand gezwungen sie zu essen, und sie sehen wirklich widerlich aus), das Kriechzeug kannten wir schon aus Bangkok, aber die Innereien haben mir den Spaß an Khmer-Food verdorben. So gut manche Khmerköche nämlich auch sein mögen, die Mehrzahl arbeitet mit Fleisch oder Fisch, indem sie das Tier komplett (!) mit einem chinesischen Beil in Stücke hauen und es dann in den Wok schmeißen. Erstaunlich, was da so alles für unidentifizierbare Teile in einer Suppe auftauchen.

So hatte ich auf dem Land irgendwann keine Lust mehr auf Standessen, und war sehr froh, das Fastfoodparadies Phnom Penh zu finden (gleich noch mehr zu dieser besten aller Städte). Hier gibt es Bauernfrühstück im deutschen Restaurant, etliche günstige und leckere Burgerläden, und vor allem Happy Pizza! Nicht billig der Spaß (für hiesige Verhältnisse, eine große für ca. zwei Personen kostet $9), aber zumindest bei “Happy Phnom Penh Pizza” bekommt man auf Anfrage auch extra viel Happiness auf die Pizza, also gemahlenes Gras. Wirkt nach zwei Stück durchaus vergleichbar zu Space Cakes. Und die Pizza ist auch nicht übel. Nach Monaten der Reise ist unser Käsespiegel wieder halbwegs normalisiert, Gott sei dank!

Happy Phnom Penh

Wenn Du also nicht weißt wohin mit Deinem Gras, sagesex empfiehlt die Zubereitung dieser klassischen kambodschanischen Spezialität.

Phnom Penh

Was soll man über diese Perle am Tonle Sap sagen? Einfach großartig! Die zivilisierteste, ruhigste, hübscheste Stadt, die ich bisher in Asien gesehen habe. Dabei gibt es alles, was man von Städten wie Bangkok kennt: Schicke und weniger schicke Clubs und Kneipen, jede Art von günstigen Drogen, Nutten, Sightseeing vom Feinsten (auch wenn wir dreimal nacheinander nicht in den doofen Nationalpalast kamen). Dazu das einmalige Ensemble von Foltergefängnis S-21, Killing Fields und der weltberühmten shooting range, wo man für $40 ein AK-47-Magazin leerballern oder für 300 auch mal eine Bazooka abfeuern darf. Eine Kombi, die ganz weit oben in der Geschmacklosigkeitsskala rangiert.

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Dennoch, oder gerade deshalb: Ich habe mich in Phnom Penh jedenfalls sehr wohl gefühlt. Es ist so eine Art München von Asien: Es gibt sicher größere und aufregendere Städte, aber Phnom Penh ist einfach schön. Vor allem im Kontrast zum simplen Landleben überall sonst.

Menschen

Schließlich zu Kambodschas wichtigstem natürlichen Rohstoff: Kambodschaner sind das schönste Volk der Erde! Nicht nur die Kinder sind von so unglaublichem Liebreiz, daß man sie alle adoptieren will. Nicht nur die Frauen sind wunderhübsch mit edlen Zügen und für Asien ungewöhnlichen Kurven. Nein, sogar die Männer könnten die eine oder andere westliche Reisende verlocken: Neben den typisch kambodschanisch edlen Antlitzen sind sie verhältnismäßig groß und kräftig gebaut (zumindest im Vergleich mit Thailändern). Dazu meist sehr angenehme, einfache Leute, mit unfaßbar ruhigen und tiefen Augen. Ist eigentlich Miss World immer Kambodschanerin?

Es ist eine eigentümliche Gesellschaft, in der es nach etlichen Jahren Krieg so gut wie keine alten Leute mehr gibt. Das schadet sicherlich in vielerlei Hinsicht (Kochen, Bildung), aber es schafft auch eine positive, entspannte, naiv-unschuldige Aufbruchsstimmung. Es ist schon äußerst herzerwärmend, mit kambodschanischen jungen Leuten zwischen 3 und 30 Jahren Fangen und Tauziehen zu spielen.

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22Apr

2 Antworten zu “Das große Sagesex-Reiseresümee: Kambodscha Teil 2”

  1. Haensel sagt:

    Actually, I didn’t read the text. But I think you are quite cool.
    http://www.youtube.com/watch?v=dwdByBT80xk
    To cut a long story short: I mean it!

  2. [...] now it should be common knowledge that Cambodians are the most beautiful people on earth with the best taste in websites. Yet we cannot leave this wonderful country without shedding a [...]

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